Roberto Ulloa
Roberto Ulloa ist einer der authentischsten, motiviertesten und leidenschaftlichsten Menschen, denen wir auf unseren Kaffeereisen begegnet sind. Er hat uns schon mehrmals in La Divina Providencia beherbergt und uns früh morgens von San Salvador aus in die Bergkette Apaneca Ilamatepec im Westen von El Salvador gefahren. Das Tal, in dem La Divina liegt, ist größtenteils vulkanischen Ursprungs und von atemberaubender Schönheit. Der Lago de Coatepeque, ein natürlicher See, der sich im Krater eines ehemaligen Vulkans gebildet hat, ragt in der Ferne empor, während die Straße zur Farm hinaufführt und immer holpriger und unübersichtlicher wird, je weiter sie sich die steilen Hänge des Vulkans Santa Ana hinaufschlängelt. Die Ankunft in den tiefen Wäldern von La Divina ist ruhig und friedlich im Vergleich zu der dramatischen und lauten Fahrt und bietet die Gelegenheit, die Umgebung zu erkunden und auf sich wirken zu lassen.
La Divina Providencia
Roberto ist Kaffeebauer in fünfter Generation; seine Familie beschäftigt sich seit dem späten 19. Jahrhundert, als die salvadorianische Industrie boomte, mit Kaffee. Auch sein Sohn Bobby Jr. ist stark involviert, und Roberto arbeitet jeden Tag daran, ihm ein nachhaltiges Unternehmen zu übergeben. Ein Großteil des Familienlandes liegt in tieferen Lagen, aber Roberto traf vor über fünfzehn Jahren die Entscheidung zur Diversifizierung, als er das erste der Grundstücke kaufte, aus denen La Divina Providencia entstand. Das Land, hoch oben auf den fruchtbaren Vulkanhängen von Santa Ana gelegen, wurde ursprünglich im späten 19. Jahrhundert von einer spanischen Kolonialfamilie bepflanzt. Nach dem Bürgerkrieg in El Salvador wurden die Ländereien von ihren ursprünglichen Besitzern aufgegeben und verwilderten. Dank der jahrelangen Arbeit von Roberto ist daraus ein wunderschöner, üppiger Kaffeewald entstanden.
Roberto arbeitet mit natürlichen und manuellen Methoden der Unkrautbekämpfung, Krankheitsbekämpfung und Düngung und geht dabei im Einklang mit der Natur vor, um ein funktionierendes Ökosystem auf seiner Farm zu schaffen. Die Sorten werden nebeneinander im Wald gepflanzt und nicht in monokulturellen Parzellen, was bedeutet, dass erfahrene Pflücker erforderlich sind, um zwischen Red Bourbon-, Orange Bourbon-, SL28-, Pacamara- und Geisha-Bäumen zu unterscheiden, damit jede Sorte während der Verarbeitung getrennt bleibt. Es werden einige sehr alte Techniken angewendet, wie beispielsweise das Parra-System, bei dem die Kaffeebäume zur Seite gebogen werden, um neues Wachstum direkt nach oben zu fördern – eine Alternative zum Stutzen und starken Zurückschneiden.








