In Äthiopien erfolgt der Anbau oft unter natürlichen Bedingungen – Kaffee wächst neben anderer Vegetation –, und genaue Informationen zu den Sorten sind nicht immer verfügbar. Dies, verbunden mit der Tatsache, dass es sich bei den Kaffees um Mischungen aus Hunderten kleiner Produzenten handelt, führt dazu, dass äthiopische Kaffeelose oft die Bezeichnung „Mixed Heirloom“ oder „Landrace“ tragen. Ein einzelnes Los kann 10 oder mehr verschiedene Sorten enthalten. Diese Vielfalt ist das Markenzeichen Äthiopiens und sorgt für eine interessante Komplexität und Vielfalt an Aromen. Das werden Sie auch bei diesem Kaffee schmecken – die Aromen sind nicht einfach, sondern komplex.
Die Siko Washing Station wurde 2017 gegründet. Sie ist klein, wird aber umsichtig geführt und legt den Schwerpunkt auf Verarbeitung und Qualität. Viele der Bauern bewirtschaften kleine Parzellen von weniger als zwei Hektar, und eine Waschstation wie Siko bietet ihnen eine Möglichkeit, ihre Ernten zu besseren Preisen zu verkaufen. Diese Arbeitsweise ist in Äthiopien üblich, wo nur wenige Bauern über ausreichend große Farmen verfügen, um genug Kaffee für den Eigenverkauf zu produzieren. In der Region wachsen die Kaffeepflanzen auf 2.100–2.250 Metern über dem Meeresspiegel, wo reichhaltiger Boden und gleichmäßige Sonneneinstrahlung den Bauern ideale Bedingungen für den Anbau von Qualitätskaffee bieten.
Der Prozess ist sorgfältige Handarbeit. Die Kaffeekirschen werden sorgfältig von Hand gepflückt und sortiert. Der Kaffee gärt je nach Wetterlage 24 bis 72 Stunden lang in versiegelten Tanks, wird anschließend in Rinnen gewaschen und im Wasser nach Dichte sortiert – Bohnen minderer Qualität schwimmen an die Oberfläche und werden entfernt, während die dichteren, hochwertigeren Bohnen eine eigene Charge der Güteklasse A bilden. Nach der Fermentierung wird der Kaffee sechs Stunden lang eingeweicht, in etwa zwei Zentimeter hohe Schichten ausgebreitet und rund 13 Tage lang getrocknet. Abschließend folgt eine weitere 2–4-stündige manuelle Sortierung.








